Trotz Smartphones: Digitale Spiegelreflexkameras im Trend

Obwohl die Konkurrenz durch Smartphones, Kompaktkameras und spiegellose Systemkameras in den letzten Jahren beständig gewachsen ist: Nicht nur bei einem Fotoshooting Fotograf wie Oli Wilderbach erfreuen sich DSLRs nach wie vor grösster Beliebtheit. Dies liegt vor allem an der breiten Palette an Gestaltungsmöglichkeiten, die diese ihrem Anwender bieten. Auch wenn Smartphones heute meist tägliche Begleiter sind und für spontane Aufnahmen jederzeit zur Verfügung stehen, liegen ihre technischen Limitationen doch auf der Hand. Die meisten Smartphones verfügen nur über eine einzelne und noch dazu relativ lichtschwache Brennweite – in der Regel ein moderates Weitwinkel. Dieses bietet zwar einen guten Kompromiss für Schnappschüsse und Aufnahmen kleiner Personengruppen, echte Portraits wirken jedoch durch den weiten Bildwinkel unnatürlich verzerrt. Für ausgedehnte Übersichtsaufnahmen, etwa von Architektur und Landschaften, ist der Bildwinkel dagegen nicht gross genug. Hinzu kommt die vergleichsweise geringe Bildqualität aufgrund der kleinen Sensoren.

Trotz Handykameras: Qualität von DSLR's bleibt beliebt

Trotz Handykameras: Qualität von DSLR’s bleibt beliebt

DSRLs besitzen dagegen einen Vorteil durch die Größe der Verbauten Sensoren. Selbst Sensoren im Format APS-C – der kleinsten üblicherweise bei digitalen Spiegelreflexkameras verbauten Sensorgröße – sind bereits 10-15 mal so groß wie ein durchschnittlicher Bildsensor in einem Smartphone und 3-6 mal so groß wie die gängigen Sensoren in Kompaktkameras. Sensoren im Kleinbild- oder Vollformat sind noch einmal 50 % grösser als der APS-C-Standard. Werden ein Höchstmass an Auflösung, Schärfe und nuancierter Farbwiedergabe angestrebt, so kommt dieser Größenvorteil voll zur Geltung. Daneben besitzen DSLRs in der Regel vielfältige Möglichkeiten zur Verwendung von Zubehör, zu dem vor allem Wechselobjektive zu rechnen sind. Egal ob Weitwinkel oder Teleobjektiv (gegebenenfalls mit zusätzlichem Telekonverter), kompaktes Reisezoom oder hochlichtstarke Reportage- und Portraitbrennweiten, die Möglichkeiten, das DSLR-System spezifischen Bedürfnissen anzupassen, sind nahezu unendlich. Hinzu kommen Anwendungsoptionen von Verlaufs- und Polarisationsfiltern. Massgeschneiderte Streulichtblenden oder gar -kompendien sorgen für bestmögliche Brillanz. Ihre Anwendung ist dagegen bei Smartphones oder Kompaktkameras entweder nicht möglich oder nicht praktikabel. Insbesondere die Bodies der professionellen und semiprofessionellen DSLR-Sparte bieten dem erfahrenen Anwender zudem die Möglichkeit, alle Aufnahmeparameter gezielt und schnell selbst zu kontrollieren und zu verändern. Hochpreisige Modelle verfügen oftmals über Dichtungen zum Staub- und Spritzwasserschutz und erlauben den Einsatz unter widrigsten Bedingungen. In den vergangenen Jahren bekamen DSLRs zunehmend Konkurrenz durch spiegellose Systemkameras. Das Zubehörangebot ist für DSLRs allerdings bedeutend größer, da diese Systeme schon seit Jahren etabliert sind und bei vielen Herstellern auch ältere Objektive aus Analog-Zeiten weiterhin verwendet werden können.

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